Dr. Richard Kreidler
Köln

Dietlinde Stengelin ließ sich in der ersten Hälfte der sechziger Jahre auf das Wagnis eines Kunststudiums ein und entwickelte in den folgenden Jahrzehnten konsequent ein individuell geprägtes Werk, das in den letzten Jahren vermehrt literarischen und religiösen Dimensionen verbunden ist. So regte die Sprache Paul Celans visionäre Verbildlichungen an, die sich kommentierender Geschwätzigkeit entziehen.

Ihr Schaffen fand schon 1966 durch die Verleihung des Preises der Villa Romana, Florenz, 1994 mit dem 1. Preis des Wettbewerbs Mensch-Medizin-Technik der Aesculap AG, zuletzt 1995 mit dem 1. Preis des Kunstpreises für Frauen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, seine offizielle Anerkennung.

Nach frühen figürlichen Arbeiten und erfundenen Landschaften widmete sich Dietlinde Stengelin seit Ende der siebziger Jahre Erscheinungen der Natur, der Elemente und des Kosmos, die sowohl detailliert wie weiträumig-atmosphärisch als Erscheinung oder als Kraft erfasst werden.

Der thematischen Folgerichtigkeit und der Vielfalt der Werke der Malerin entsprechen die variantenreich und feinfühlig entwickelten künstlerischen Mittel: der Eindruck von Materie löst sich beim Schauen auf, man verliert sich in Farbgründen. Annäherungen an Mensch und Schöpfung leuchten in deren Licht auf. In ihren Portraits fühlen wir uns an Novalis erinnert:

> Himmlisches Leben im blauen Gewande, Stiller Wunsch im blassen Schein – Flüchtig gräbt im bunten Sande Sie den Zug des Namens ein... <

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Geboren in Tuttlingen

1961-65 _________

Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Karlsruhe

1965 _____________

Meisterschülerin bei Prof. G. Meistermann

1966 _____________

Villa Romana Preis Florenz

1994 ___________

1. Preis Aesculap AG Mensch-Medizin-Technik
Bild "Messer"

1995 ____________

1. Preis Diözese Rottenburg-Stuttgart Kunstpreis für Frauen "Frauengestalten der Bibel durchbrechen das Schweigen" Bild "Anna"





seit 1965 _________

Ausstellungsbeteiligungen

Dr. Richard Kreidler
Köln

Seit etwa 1990 steht das Figurenbild - vertieft durch religiös - symbolische Dimensionen - wieder im Vordergrund des Schaffens. Der thematischen Folge richtig und der Vielfalt von Werken von Dietlinde Stengelin entsprechen die variantenreich und feinfühlig entwickelten künstlerischen Mittel: Der Eindruck von Materie geht einem beim Schauen verloren, man verliert sich in Farbgründen. In ihr Licht hüllen sich jedoch Annäherungen an Mensch und Schöpfung.

seit 1966 _________

Einzelausstellungen

seit 1969 _________

 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes

 Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg

seit 1992 _________

Projekte Kunst und Kirche





Bilderzyklus zu Messiaen "La Nativité du Seigneur" aus Journal Kirchenmusik - Evangelische Kirchenmusik in Baden 1/2001 oder Würtembergische Blätter für Kirchenmusik 1/2001

Zu sieben der neun Meditationen der "Nativé" von Messiaen hat die am Bodensee lebende Malerin Dietlinde Stengelin Bilder mit ausdrucksstarken Farben im abstrakten Stil geschaffen. Die Bilder sind als Farbdias im Kleinbildformat oder lichtstärker im Format 6x6 cm erhältlich. Aus besonderem Grund gibt es keine Bilder zur fünften und siebten Meditation: Bei den "Kindern Gottes" wird das Licht über der ganzen Gemeinde als den Kindern Gottes ausgestrahlt. Bei "Jesus nimmt das Leiden auf sich" wird das Licht auf das Kreuz gerichtet. Auf diese Weise soll der Raum der Kirche mit seinen Symbolen einbezogen werden. Die Wirkung im Konzert ist sehr eindrucksvoll und vertieft den Eindruck der Musik.










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